FC Blochingen


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am Samstag, 14.12.2019

 

Chronik


Schon 1920 rollte in Blochingen das runde Leder, bevor 1927 der FC gegründet wurde. Es gab in den Zwanzigern zwar noch keinen geregelten Spielbetrieb, der kam erst einige Jahre später, jedoch verstanden es die Blochinger immer wieder, über die Mühen der Tagesarbeit hinaus die spärliche Freizeit mit Spiel auszufüllen. Während man sich die ganzen Jahre hindurch mit einer provisorisch hergerichteten Wiese westlich von Blochingen begnügte, konnte 1939 der Sportplatz an der Donau eingeweiht werden. Die Vereinschronik erhält erst ab diesem Jahr regelmäßige Eintragungen. Die erste namentlich erwähnte Mannschaft bestand aus den Spielern Anton Deutsch, Eugen Vogler, Ludwig Bengel, Josef Bengel, Martin Bengel, Otto Uhl, Engelbert Baur, Rumpel, Julius Luib, Eugen Luib und Anton Schedel.

Während des zweiten Weltkrieges ruhte der Spielbetrieb. Wie andernorts auch, wurden viele aktive und passive Mitglieder einberufen. Erst 1946 konnte mit Genehmigung der französischen Militärregierung wieder mit dem Fußballspiel begonnen werden. Das erste Spiel wurde dann auch gegen französische Soldaten, die im Ort einquartiert waren, ausgetragen. Es endete mit einem 4:2 Sieg. Bei der Revanche eine Woche später siegten die Franzosen. Die Verbandsrunde und damit wieder ein geregelter Spielbetrieb begann im Sommer 1946. Obwohl man sich mit vielen organisatorischen Fragen herumzuschlagen hatte - es mangelte an Trikots, Fußballschuhen, Fahrtmöglichkeiten zu Auswärtsspielen - wurde der FC auf Anhieb Meister und stieg in die A-Klasse auf. Die Vereinschronik berichtet hierzu: "Die Meisterfeier wurde in der Stube bei Josef Kuchelmeister mit etwas Apfelwein abgehalten".

Nach der Währungsreform besserten sich die äußeren Umstände. Das Geld war wieder etwas wert; es konnte neues Sportzeug gekauft werden und man konnte sich zum Abschluß der Saison einen Ausflug an den Bodensee leisten. Bis 1950 wurde der Verein von einem "frischen Wind" stetig nach oben getragen. In dieses Hochgefühl hinein kam das Unglück. Zwei Spieler brachen sich beim Spiel ein Bein, einige wurden verletzt und so stand der Verein binnen kürzester Zeit vor der Auflösung. Um aus dieser Talsohle herauszukommen, wurde eigens eine Generalversammlung einberufen. Karl Steinhauser stellte sich als 1. Vorstand zur Verfügung und wollte versuchen, den Verein aus dem Tief herauszuführen. Seine Bemühungen hatten zunächst Erfolg, doch trat bedingt durch weitere Verletzungen schon 1951 der alte Zustand wieder ein. Trotz allen Engagements des Vorstands war es fast unmöglich, zum sonntäglichen Spiel elf Mann auf die Beine zu bringen. Der Verein und die kleine Gemeinde konnten die Verletzungsserie einfach nicht verkraften. So entschied sich die Vereinsführung im Frühjahr 1951, die Mannschaft aus der Verbandsrunde zurückzuziehen. Im Herbst stießen wieder junge Spieler zur Mannschaft und die Lücken konnten geschlossen werden.

Die Regulierung der Donau und Instandsetzung des Ufers ging 1954 auch am FC nicht spurlos vorüber. Der Sportplatz mußte neu hergerichtet und planiert werden und man nahm die Gelegenheit zur Erweiterung des Platzes wahr. In der Übergangszeit stellte der SV Ennetach, der auch schon zwei Jahre seinen Spielbetrieb eingestellt hatte, freundlicherweise seinen Sportplatz zur Verfügung. Die Gastspielzeit dauerte ein gutes halbes Jahr. Nach dem Abstieg konnte sich der FC weiter konsolidieren. 1955 führte Trainer Winkhart aus Mengen erstmals ein regelmäßiges Training ein. Der Spieler Kretzdorn, der diese Arbeit fortführte, konnte als Lohn gleich den ersten Tabellenplatz verbuchen, allerdings punktgleich mit Renhardsweiler und Dürmentingen. Die entscheidenden Aufstiegsspiele gingen jedoch verloren. Dafür wurde man im folgenden Jahr mit Abstand Meister. Die Schwäbische Zeitung berichtete: "Dem FCB ist es nach jahrelangem Bemühen unter seinem bewährten Trainer Krezdorn aus Mengen gelungen, die Meisterschaft in der B-Klasse zu erringen und somit den Aufstieg in die A-Klasse (heute Bezirksliga) zu erreichen. Besonders zu erwähnen ist, daß bei den gesamten Verbandsspielen nur 13 Mann eingesetzt waren und die Mannschaft auch den Fairneß-Preis des WFV erhielt".

Die Höhen und Tiefen setzten sich weiter fort. 1959 stieg die Mannschaft wieder in die B-Klasse ab, 1966 wieder auf, nach weiteren fünf Jahren wieder ab. 1981 konnte der neue Sportplatz bei der Mehrzweckhalle eingewiehen werden. Auf neuem Terrain gelang bereits im ersten Jahr unter Spielertrainer Edgar Vogler der Aufstieg in die Bezirksliga. Leider blieb es nur bei einem einjährigen Gastspiel und im Anschluß daran folgte der Durchmarsch in die unterste Spielklasse. Es dauerte zehn Jahre bis unter Paul Schuler 1995 der Aufstieg in die Kreisliga A gelang. Nach zweijähriger Zugehörigkeit mußten unsere Aktiven wieder den Gang in die unterste Spielklasse antreten. Jedoch gelang der Mannschaft unter Trainer Frank Degler in der Saison 2000/2001 der heiß ersehnte Wiederaufstieg. Nach 2 Jahren musste aber erneut der Gang in die Kreisliga B angetreten werden. Zur Zeit wird versucht, mit jungen Spielern eine neue Mannschaft aufzubauen. Der ersehnte Wiederaufstieg in die Kreisliga A wird daher wohl eher erst langfristig zu schaffen sein.

Ein großes Wagnis gingen die Blochinger Verantwortlichen im Jahr 1990 ein, als man sich entschloß, ein Sportheim zu bauen. Doch dank der tatkräftigen Unterstützung vieler Helfer konnte schon im Dezember 1991 die schmucke Gaststätte eingewiehen werden. Als nächste große Maßnahme stand der Bau eines neuen Trainingsplatzes auf dem Programm. Dieser wurde im Frühjahr 2004 den Aktiven übergeben. Im Jahr 2005 wurde dann noch ein Beachvolleyball-Feld gebaut.

In den nun über 90 Jahren seines Bestehens ist der FC in Blochingen fest verwurzelt. Seine sportlichen und geselligen Beiträge werden in der Gemeinde sehr geschätzt. Die Weihnachtsfeier, Fasnetsveranstaltungen, Ausflüge, der sportliche Wettkampf und die Erziehung der Jugend zur Kameradschaft sind feste Bestandteile im Blochinger Kulturleben.

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